Notar

Herzlich Willkommen!

„Medienverbund der Notarkammern“ ist der neue Name, unter dem Notarkammern verschiedener Bundesländer ihre gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit koordinieren. Medienvertreter finden hier auf der Website alle Pressemitteilungen sowie den Kontakt zu den Ansprechpartnern in den jeweiligen Notarkammern.

Der Medienverbund löst den „Informationsdienst Notar und Recht“ (www.notar-recht.de) ab, über den der Verbund bisher Mitteilungen veröffentlichte. Die neue Plattform präsentiert sich übersichtlicher, informativer und aktueller. Sie bietet eine verbesserte Suchfunktion und Stellungnahmen zu aktuellen Fragen. Zusätzlich informiert sie Pressevertreter über wichtige Rechtsthemen wie Immobiliengeschäfte, Ehe und Scheidung, Erben und Vererben, Vorsorge, Patientenverfügungen und Gesellschaftsrecht. Alle Infos werden in einem Archiv gesammelt.

Häufig gestellte Fragen
Ihr Ehegatte hat einen Freibetrag in Höhe von 500.000,- Euro, Ihr Sohn in Höhe von 400.000,- Euro und die beiden Enkel einen Freibetrag von jeweils 200.000,- Euro. Nur ein darüber hinausgehende Wert muss versteuert werden. Die Freibeträge können zudem nach Ablauf von 10 Jahren erneut ausgeschöpft werden, so dass durch Schenkungen weiteres Vermögen steuerfrei übertragen werden kann.
Es besteht die Möglichkeit, bei einer Schenkung den Erwerber ganz oder teilweise auf sein gesetzliches Pflichtteilsrecht verzichten zu lassen. Dies muss in notarieller Form geschehen. Insbesondere bei Geldzuwendungen besteht auch die Möglichkeit der sog. Pflichtteilsanrechung, was einer Vorauszahlung späterer Pflichtteilsansprüche gleich kommt. Hierfür muss jedoch im Zeitpunkt der Schenkung – am besten schriftlich – vereinbart werden, dass sich der Erwerber die Schenkung später mindernd auf sein (mögliches) Pflichtteilsrecht anrechnen lassen muss.
Durch die Vereinbarung von Gegenleistungen für die übertragung, z.B. dauernde Geldzahlungen, aber auch Nutzungsvorbehalte, kann der Schenkungswert und damit letztlich die Schenkungsteuer gemindert werden.
Der Käufer sollte sich rechtzeitig vor der Beurkundung eingehend mit dem Kaufgegenstand auseinandersetzen. Dazu gehört etwa •    die Bebaubarkeit oder bei bestehenden Bauten deren rechtmäßige Errichtung (Vorliegen einer Baugenehmigung oder Genehmigungsfreistellung) einschließlich möglicher Be-schränkungen durch Baulasten (Einsehen des Baulastenverzeichnisses, soweit in der be-treffenden Gemeinde vorhanden) zu prüfen, •    den Zustand der Gebäude zu begutachten, etwa durch gemeinsame Besichtigung mit dem Verkäufer, •    den Stand der Erschließung und deren Abrechnung mit dem bisherigen Eigentümer zu überprüfen (auch durch Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung), •    die in der Natur ersichtliche Grundstücksgrenze und -größe mit den im Liegenschaftska-taster verzeichneten Daten abzugleichen, •    die Infrastruktur in der Umgebung zu erkunden (etwa Anbindung an öffentliche (Nah-)Verkehrsmittel und Einrichtungen der Daseinsvorsorge; Beeinträchtigungen durch einen nahegelegene landwirtschaftlichen Betrieb, einen Flughafen oder eine Mülldeponie), •    das Vorhandensein von Altlasten abzuklären (Einsehen des Altlastenregisters, soweit in der betreffenden Gemeinde vorhanden) •    Vergleichspreise zu ermitteln (bei Objekten zur Kapitalanlage auch mit Blick auf zu erzielende Mieten) •    mögliche steuerliche Folgen zu klären (etwa Werbungskosten bei angestrebter Vermie-tung).  Der Käufer sollte auch vor der Beurkundung die Finanzierung des Immobilienerwerbs sicherstellen. Dazu wird er •    den Finanzierungsbedarf abstecken müssen (insbesondere Kaufpreis einschließlich Nebenleistungen (Grunderwerbsteuer, Gebühren für Notar und Grundbuchamt) sowie ggf. zusätzliche Mittel für Renovierungen), •    notwendige Darlehensverträge abschließen und zugleich die von der Bank gewünschten Sicherheiten (insbesondere Grundschulden) absprechen.
 Während Sie in der Patientenverfügung – wie vorstehend geschildert – festlegen, wie Sie ärztlich versorgt und behandelt werden möchten oder auch welchen anderen Maßnahmen Sie zustimmen möchten oder nicht (Organentnahme, Sterben in vertrauter Umgebung), dient die Vorsorgevollmacht dazu, eine Person Ihres Vertrauens zu bevollmächtigen, Ihre Wünsche durchzusetzen bzw. für Sie zu entscheiden, wenn Sie selbst nicht mehr dazu in der Lage sind. Diese Person muss kein Verwandter sein, sollte jedoch jemand sein, zu dem Sie großes Vertrauen haben.
 Die Gebühr richtet sich nach der Höhe des Vermögens. Zu berücksichtigen ist, dass kein Erbschein mehr erstellt werden muss, sofern in einem notariellen Testament die Erbfolge klar geregelt ist. Der Erbschein würde mehr als das notarielle Testament kosten. Die Frage ist also nicht, ob Kosten anfallen, sondern wann und in welcher Höhe. Ein notarielles Testament kostet bei einem Vermögen von 50.000,- Euro: 132,- Euro, bei einem Vermögen von 100.000,-: 207,- Euro und bei einem Vermögen von 200.000 Euro: 357,- Euro, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer und Auslagen.